FUTURE IS FRUGAL

Das FUTURE IS FRUGAL Projekt hat zum Ziel, eine interaktive Zusammenarbeit zwischen Innovator:inn:en aus KMUs und Großkonzernen aus dem industriellen Bereich, Forschungseinrichtungen und Student:innen industrienaher Studiengänge zum Thema Frugale Innovationen zu ermöglichen. Ganz im Sinne der Open Innovation! So soll eine nachhaltig aktivierte und inspirierte Community entstehen, welche nicht nur kommuniziert, sondern auch realisiert!

Die Zukunft ist frugal? Ein frugales Mahl? Nein, es geht hier um frugale Innovationen. Sie haben diesen Begriff noch nie gehört? Das ist nicht schlimm! Denn einerseits haben dies bislang die Wenigsten und außerdem ist es in diesem Jahr unser Ziel, Ihnen dieses Thema näher zu bringen!

  • Frugale Innovationen - Mehr Mut zur Einfachheit?

    Frugale Innovationen haben ihren Ursprung in Indien. Unter dem Begriff „Jugaad“, welcher aus der Hindi-Sprache stammt, gibt es deshalb viele geniale, einfache Lösungen für einst komplexe Probleme. Dort ist der Spruch „do better with less“ sehr präsent, denn es gilt dort vor dem Hintergrund einer unzureichenden Infrastruktur effektive Lösungen mit sehr begrenzten Ressourcen herzustellen.  Begrenzte Ressoucen bedeutet dabei nicht Mangel. Es geht um das Haushalten der Ressoucen, wie beispielsweise Zeit oder Geld. Sind Ressourcen limitiert, so fördert dies automatisch den kreativen Lösungsimpuls. Vielleicht kennen Sie dies auch aus Ihrem beruflichen oder privaten Alltag? 

     „Einfach“ zu Denken und zu Handeln ist allerdings ganz und gar nicht einfach. Eine kurze, prägnante E-Mail zu schreiben – nicht einfach oder?  

    Jeder intelligente Narr kann die Dinge größer, komplexer und rabiater machen. Es braucht einen Hauch von Genie - und eine Menge Mut - um sich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen.” – Albert Einstein 

    Wozu also Einfachheit? Die Bedienbarkeit, Funktionalität und Erschwinglichkeit sind zentrale frugale Werte. Im städtischen Raum sind dies, gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung und der älter werdenden Gesellschaft wichtige Eigenschaften, um den Zugang und Barrierefreiheit zu neuen Technologien zu ermöglichen. Zum Beispiel sollte der Ticketautomat so einfach in der Bedienbarkeit sein, dass Bürger:inn:en jeden Alters einen Fahrschein ziehen können. Dafür muss der:die Nutzer:in ins Zentrum gestellt werden und nur so kann ein bedienerfreundliches Produkt entstehen, welches die Bedürfnisse deckt. Vielleicht haben Sie auch das folgende Beispiel aus Ihrem Haushalt gedacht: Die Waschmaschine. Auch hier könnte die Bedienung signifikant vereinfacht werden, indem man überflüssige Funktionen wie z.B. Sport- oder Outdoorprogramme weglassen würde.   

    Wenn Sie noch mehr über Frugale Innovationen erfahren möchten, folgen Sie dem Link zu unserem MaWi Artikel

    Frugale Innovationen - Mehr Mut zur Einfachheit?
  • Das Projekt FUTURE IS FRUGAL

    Viele Megatrends wie die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit, der demografische Wandel und die Individualisierung bergen Herausforderungen, aber vor allem auch Chancen für Städte und Organisationen. Frugale Werte wie z.B. Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und Erschwinglichkeit im gesamten städtischen Raum – in der Mobilität, der Industrie, im Gesundheitsbereich und als Forschungsgegenstand in Universitäten - können Antworten darstellen, um auf die angesprochenen Megatrends zu reagieren. Im Projekt FUTURE IS FRUGAL möchten wir in jedes dieser vier Zielfelder frugale Werte in Form von Innovationen einfließen lassen. Dabei folgen wir unserer Logik: Inspirieren, Ermöglichen und Verbinden. Wir beleuchten das Thema Frugalität , schaffen Interaktionspunkte und motiv ieren und ermöglichen so den Austausch und gemeinsame Arbeit von Innovator:innen . 

    In unserer Fokusbranche, dem Maschinen- und Anlagenbau OWLs haben wir bereits damit begonnen. In dieser können frugale Innovationen im gesamten Wertschöpfungsprozess zu mehr Effizienz und Profitabilität führen.Durch die wachsende globale Mittelschicht werden in Zukunft Wachstumsmärkte aufkommen, für die das frugale Produktsegment sehr interessant sind. Wir haben in Deutschland die Möglichkeit mit wenigen Hindernissen und einer Fülle an Ressourcen sehr komplexe hochtechnologische Maschinen oder Anlagen herzustellen. Wir produzieren hauptsächlich im High-Tech Segment. Laut einer VDMA-Studie nutzen aber nur 68% der chinesischen Kunden für deutsche Maschinen- und Anlagen – immerhin der zweitgrößte Absatzmarkt – weniger als 70% der zur Verfügung stehenden Maschinenfunktionen. Diese Überfunktionalität führt dazu, dass Kunden kein geeignetes Preisleistungsverhältnis von deutschen Maschinen- und Anlagenherstellern bekommen und noch dazu im Produktentwicklungsprozess die Chance verpassen, signifikant Kosten einzusparen. 

    Laut einer von uns durchgeführten Studie ist der Begriff der frugalen Innovationen nur ca. 20% der Maschinen- und Anlagenbauer Ostwestfalen-Lippes bekannt. In einem ersten Schritt fand deshalb am 27.04.2021 ein Thementag im Rahmen der Industrial Pioneers Days statt, welcher als Startschuss für das Projekt FUTURE IS FRUGAL diente. Hier wurde die Industrie-Community erstmalig auf das Thema aufmerksam gemacht und interessierte Unternehmen, Start-Ups und Student:innen wurden aktiv eingebunden. Mehr zum Thementag.

    Vor dem Hintergrund der Unbekanntheit des Begriffes „Frugale Innovationen“ möchten wir im zweiten Schritt des FUTURE IS FRUGAL Projektes eine Workshopreihe veranstalten. BE THERE! 

  • FUTURE IS FRUGAL - WORKSHOPS

    Die FUTURE IS FRUGAL - WORKSHOPS ist eine kostenlose Fortbildungsreihe für industrienahe Unternehmen, Organisationen, Start-Ups und Student:innen vorrangig aus der Region Ostwestfalen-Lippe. In inhaltlich aufeinander aufbauenden Workshops wird in digitalen, interaktiven Formaten durch professionelle Innovationsberater:inn:en die strategische Relevanz frugaler Innovationen vermittelt. Darüber hinaus möchten wir Ihnen Methoden und Instrumente für die Entwicklung frugaler Innovationen vermitteln. Zum Ende der Workshopreihe sollen Sie so die nötigen Kompetenzen und das nötige Mindset zur Entwicklung frugaler Innovationen beherrschen.

     

     

    FUTURE IS FRUGAL - WORKSHOPS
  • Wann finden die FUTURE IS FRUGAL – WORKSHOPS statt?

    Es sind drei ganztägige Termine jeweils von 9 bis 16 Uhr für die Workshopreihe vorgesehen. Die Workshops finden am

    • 11. Juni 2021
    • 18. Juni 2021
    • 25. Juni 2021

    statt.

    Zu Beginn eines jeden Tages ist eine 30-minütige Keynote + 15 Minuten Q/A eines Industrieunternehmens geplant, die ein Best Practice zu frugalen Innovationen vorstellen werden.

  • Wer kann bei den FUTURE IS FRUGAL - WORKSHOPS dabei sein?

    Die Zielgruppe der FUTURE IS FRUGAL – WORKSHOPS ist der Maschinen- und Anlagenbau Ostwestfalen-Lippes. Wir möchten allerdings eine interdisziplinäre Gruppe von Innovator:innen formen, welche sich interaktiv frugaler Innovationen nähert. Hierbei soll das Teilnehmerfeld bewusst nicht nur den Maschinen- und Anlagenbau umfassen, sondern auch darüber hinaus offen sein. Das Teilnehmerfeld erstreckt sich von Klein- und Mittelstandsunternehmen und Großunternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus und artverwandten Bereichen über industrienahe Start-Ups bis hin zu Student:innen industrienaher Studiengänge. Ganz im Sinne der Open Innovation!  Die Teilnehmerzahl beträgt ca. 20 Personen.

  • Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

    Die Teilnehmer:innen müssen sich für die Workshopreihe vorab bewerben. Die Auswahl wird auf Basis vorab definierter qualitativer Faktoren (z.B. Lokalität) getroffen. Die Einreichung Ihrer Bewerbung ist in einem festgelegten Bewerbungszeitraum möglich. Nach Bewerbungsschluss geben wir Ihnen zeitnah eine Rückmeldung, ob Ihre Institution für die Workshopreihe berücksichtigt wurde und wie die nächsten Schritte für die Teilnahme aussehen werden.

    Unten finden Sie das Bewerbungsformular!

  • Wie wird das Event durchgeführt?

    Aufgrund der aktuellen Corona-Lage planen wir die Workshopreihe ausschließlich interaktiv in digitaler Form.

Kontakt

Fragen rund um das Thema Frugale Innovation beantwortet Projektleiter Ludwig Deutsch.

Weitere Ansprechpartner aus dem Team von Open Innovation City finden Sie hier.

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