Innovation Gym: 1. Workshop MEGATRENDS

Megatrends war das Thema des ersten von fünf Workshops unseres neuen Fortbilungsformats. 30 Teilnehmer:innen aus insgesamt 16 Organisationen nehmen teil und werden von den Innovationsexperten Laura Krawietz und Tassilo Bossmann von launchlabs Berlin bei der Entwicklung ihrer Innovationsprozesse begleitet.

„Megatrends“ sind allgegenwärtig und betreffen jeden Einzelnen sowie alle Ebenen einer Gesellschaft. Ob Smart Economy, vernetzte Stadt, New Work oder Smartes Einkaufen – dies sind nur einige der Trends, die heute als Megatrends bezeichnet werden und Thema des ersten Workshops des Innovation Gym am 29. Januar 2021 waren, der, wie alle weiteren Workshoptage, von Laura und Tassilo, den beiden Innovationsexperten von launchlabs Berlin, begleitet wurde.

Heterogene Gruppen bilden die Voraussetzung für ein interdisziplinäres Lernen aller

Zum Einstieg des ersten von vier Workshop-Tagen ging für die 30 Teilnehmer:innen aus verschiedenen Unternehmen und Organisationen zusammen genau um diese Frage: Welche Megatrends sind es, mit denen sich jede:r Einzelne beschäftigt, die im privaten oder beruflichen Leben gegenwärtig sind? Zur Lösung dieser und weiterer Aufgaben entstanden sechs Teams. Sie alle hatten sich gut auf den Workshop vorbereitet und brachten auch die von ihnen im Vorfeld erarbeiteten Fälle für den weiteren Workshopverlauf mit. Während sich ihre Fragestellungen und Herausforderungen bei der Teamzusammenstellung ähnelten, waren sie jedoch im Bezug auf die Branche sowie Fachkompetenz, die sie mitbrachten, gut durchmischt. So soll eines der Kernziele des Innovation Gym schon von Beginn an erreicht werden, indem in heterogenen Gruppen jede:r von jede:m lernen kann und das gesamte Wissen bestmöglich allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wird.

Cynefin-Framework – die Managementmethodik, um „Chaos“ zu beseitigen

Im weiteren Verlauf wurden die Fälle, in denen die Teilnehmer:innen konkrete Herausforderungen ihrer eigenen  Organisation mitgebracht hatten, bearbeitet. Hierfür bekamen die Teilnehmenden die Methodik „Cynefin Framework“, ein Werkzeug aus der Managementtheorie für Führungskräfte & Entscheidungsträger:innen, an die Hand. Mithilfe des Tools ging es also darum, die Fälle nicht nur in ihrer Komplexität zu reduzieren, sondern auch Chaos zu beseitigen, zu simplifizieren und so die nötigen Teilaspekte festzustellen. Denn genau in dieser Problematik, dass die mitgebrachten Fälle oftmals viele Unklarheiten mit sich bringen, lag für alle Teilnehmer:innen die Aufgabe.

Aber nicht nur, dass diese Aufgabe mithilfe eines neuen Tools durch die Teilnehmer:innen gelöst wurde, sorgte in der gesamten Runde für positives Feedback: Voraussetzung für diese Möglichkeit, auf dieser Basis weiterarbeiten zu können, war die uneingeschränkte Transparenz und Offenheit der einzelnen Personen und die offene Darstellung organisationsinterner Herausforderungen, die es so in anderen Zusammenhängen selten geben würde. „Diese Offenheit ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Innovation Gyms. Dementsprechend froh bin ich, dass die Teilnehmenden keinerlei Scheu haben und ihre Herausforderungen so transparent in den Gruppen vorgestellt haben. So können wir zielgerichtet an den Innovationsprojekten der Teilnehmenden arbeiten und richtig was in Bewegung setzen.“, resümierte Kevin Pamann, Projektmanager des Innovation Gym.

Kollegiale Fallberatung fordert Offenheit und fördert Wissen

Mit ersten Kernergebnissen gewappnet ging es nach einer ausführlichen Mittagspause in weitere Gruppenarbeiten und die Arbeit mit einer weiteren Methode, der „kollegialen Fallberatung“. Viele der Teilnehmenden kamen hier erstmals mit einem Tool aus dem agilen Coaching in Berührung, zeigten sich jedoch alle neugierig und motiviert, durch diese Methode dem Ziel ein Stück näher zu kommen. Die erarbeitete Innovations-Challenge, die alle Gruppen zuvor erarbeitet hatten, galt es als Grundlage für diese Beratung zu nehmen. Gemeinsame Reflexion, Lösungssuche, formulierte Handlungsempfehlungen – alle konnten hier aus ihrer eigenen Berufspraxis wichtiges Wissen und Erfahrungen einbringen. Damit der Blick über den Tellerrand gewahrt wurde, ging es anschließend in den Austausch mit einem anderen Team, um ein möglichst breites Feedback und eine große Wissensaufteilung für alle zu ermöglichen.

Walt Disney –  ein Feedback aus drei Perspektiven

Den Abschluss, zumindest im Rahmen dieses Workshoptages, bildete die Walt Disney-Feedback-Methode. „Der Träumen in mir sagt, das muss doch möglich sein!“, „Der Realist in mir sagt, dass es massiv von den vorhandenen Ressourcen abhängt!“, „Der Kritiker in mir sagt, dass ich meine Ideen verteidigen werden muss!“ – eine für alle völlig neue Art der Reflexion konnte zum Abschluss des ersten Workshops nicht nur viel Ehrlichkeit an die Oberfläche bringen sondern schaffte gleichzeitig den Blick aus drei verschiedenen Perspektiven für die jeweiligen Herausforderungen.

Gewappnet mit diesen ersten Methoden ist die Motivation groß, schon jetzt erste Anwendungen dazu in den eigenen Organisationen umzusetzen. Das Feedback der Teilnehmer:innen fiel nicht nur besonders positiv aus, auch erste Vorhaben, die gewonnen Resultate außerhalb der Workshoptage voran zu treiben, wurden formuliert und konnten so genau das erzielen, was Open Innovation City sich vom Innovation Gym erhofft: ein interdisziplinärer Austausch, der nicht nur die Innovationskraft jedes Unternehmens/jeder Organisation fördert, sondern der gesamten Region.

Laura und Tassilo, die Innovatonsexperten von launchlabs Berlin, zogen ebenfalls ein positives Fazit: „Die Teilnehmer:innen waren hochmotiviert und haben den Leitgedanken eines Open Innovation Netzwerkes direkt in die Tat umgesetzt - im inhaltlichen Kontext des Workshopformates sowie innerhalb der cross-organisationalen Teams, die wir am ersten Tag gebildet haben. Uns hat vor allem begeistert wie interessiert, offen und respektvoll der Austausch unter den Teilnehmenden ganz unterschiedlicher Branchen mit ihren jeweils eigenen Herausforderungen und Perspektiven ablief. Dabei wurde schnell klar: so unterschiedlich sind die Themen, die uns alle umtrieben, gar nicht! Wir freuen uns daher ebenso wie die Teilnehmenden darauf, diesen Spirit und auch diesen klaren Fokus in die nächsten Workshops mitnehmen zu können. Die Offenheit aller Teilnehmer:innen hat uns wirklich Spaß gemacht und maßgeblich zu diesen tollen Resultaten geführt, die bisher erzielt werden konnten.“