Innovation Gym: 2. Workshop CROWDSOURCING

Aufbauend auf dem 1. Workshop ging es für die 30 Teilnehmer:innen des Innovation Gym in Workshop 2 um das Thema Crowdsourcing. Wieder gab es verschiedene Tools und Lösungsansätze sowie spannenden Input für die Übertragung in die eigene Organisation. Auch an diesem Tag war es das Ziel, die Innovationskraft der Teilnehmer:innen und damit auch ihrer Organisationen zu stärken.

Mit neuen Tools die Innovationskraft steigern

„Crowdsourcing“ wird heute als Methode zur Wissensgenerierung von vielen Unternehmen und Organisationen bereits erfolgreich angewendet. Das Tool, welches seiner Definition nach bei der Lösung interner Aufgaben auf freiwillige User von außen zurückgreift, dient heutzutage vor allem beim Thema Innovationen der radikalen Nutzerzentrierung. Genau deshalb war es das Hauptthema des zweiten Workshops des Innovation Gym am 26. Februar 2021.

Wie bereits im 1. Workshop führten auch durch diesen Workshop die beiden Innovationsberater Laura und Tassilo von launchlabs Berlin zusammen mit unseren Projektmanagern Kevin und Sebastian.

Disruptive Innovation Model und seine Use Cases

Nach einem kurzen Recap des ersten Workshoptages gab es für die 30 Teilnehmer:innen einen Ausblick in den heutigen Workshoptag. Die gute Stimmung und Motivation, an dem weiter zu arbeiten, was vor vier Wochen begonnen wurde, war bei allen zu spüren. Ebenso positiv starteten Laura und Tassilo in den ersten von drei Impulsen des Tages zum Thema „Open Innovation Mindset“. Dabei stand ein weiteres Modell für die Teilnehmer:innen im Fokus, das „Disruptive Innovation Model“. Dabei erklärten die Innovationsberater das Modell für alle an einigen bekannten Beispielen für disruptive Innovation wie z.B. Netflix: Was einst mit einer CD oder DVD begann und damit die Grundlage war, ist heute zu einer weltweit führenden Technologie geworden – einem Streamingdienst. Mit diesem und weiteren Beispielen wurde schnell deutlich, welche Möglichkeiten dieser Ansatz und somit auch das Open Innovation-Mindset für die Teilnehmer:innen und ihre Organisationen bieten kann. Um das Gelernte anzuwenden und auch erste Möglichkeiten für die eigene Arbeit, ging es wie schon in Workshop 1 in den bestehenden Teams in eine Reflexionsaufgabe. Gearbeitet und visualisiert wurde auch an diesem Tag mit dem Tool Mural, was die Teilnehmer:innen bereits kannten.

Nutzerzentriertes Arbeiten und nutzerzentrierte Fragestellungen

Im zweiten Impuls gaben die beiden Innovationsberater eine Einführung in das Thema des „nutzerzentrierten Arbeitens“. Charakteristiken und Schwerpunkte wurden erklärt und definiert, im Austausch mit den Teilnehmer:innen besprochen und diskutiert und anhand von Beispielen veranschaulicht. Die Methode des Design Thinking spielte hier ebenfalls eine große Rolle, da sie auch für die spätere Anwendung in der eigenen Organisation bei der Innovationentwicklung eine große Rolle spielen kann. Abschließend betrachtet wurde bei dieser Arbeitsmethode auch die „Kollaboration“, ein in der Umsetzung an manchen Stellen, so stellten die Teilnehmer:innen fest, herausforderndes Element, wenn es in die praktischen Umsetzungen gehen wird. In Teams hieß es auch nach dieser Theorieeinheit. Ab in die Praxis und „anwenden bitte“: Die Entwicklung einer nutzerzentrierten Fragestellung sollte in fünf Teams bearbeitet werden.

Innovationskultur steigern durch Wissensgenerierung

Ein weiteres wichtiges Tool, was Laura und Tassilo den Teilnehmer:innen am heutigen Tag ebenfalls mitgaben, war das Territory Mapping. In zwei Schritten geht es hierbei darum, individuell Gedankenanstöße zu sammeln, frei zu assoziieren und somit Fragestellungen und Herausforderungen besser darstellen und greifen zu können. Im nächsten Schritt sollte so gemeinsam im Team jeder Gedanke vorgestellt, geclustert und priorisiert werden, um eine thematische Gruppierung ähnlich einer optischen dargestellten Dartscheibe zu erhalten.

Eine weitere Methode, die die Teilnehmer:innen vor einem abschließenden Impuls kennen lernen und die vielen von ihnen sicherlich in anderen Zusammenhängen auch schon begegnet ist, ist das „Interviewing“. Hier wird noch einmal konkret darauf eingegangen, wie ein Interview gut und richtig geführt wird, um genau die Informationen zu erhalten, die wichtig sind, aber ohne dabei eine Wertung vorzunehmen. Jede:r Teilnehmer:in konnte in der anschließenden Übung in verschiedenen Rollen ganz unterschiedliche Perspektiven einnehmen und so nicht nur das eigene Wissen erweitern, sondern sich auch komplett neuen Situationen öffnen, was alle Teilnehmer:innen uneingeschränkt taten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Qualitative Recherche und ihre Methodik

Der dritte und letzte Impuls des Tages durch die Innovationsberater gab den Teilnehmer:innen, die bis zu diesem Zeitpunkt fleißig und aktiv am Workshopgeschehen teilgenommen hatten, Input zur „qualitativen Recherche“. Ob Feedback einholen, Cultural Probes, Interviews & Beobachten, Reflexion im Kreis, Kollegiale Fallberatung (bereits aus Workshop 1 bekannt), Journey Mapping, Co-Kreation-Workshop, One-on-One sowie die Zusammenfassung: Mit all diesen Tools & Methoden sollten sie Möglichkeiten erhalten, eine individuelle Recherche zu gestalten und die Fragestellungen zielgerichtet zu formulieren und bearbeiten zu können.

Auf die abschließende Frage hin, wie die Teilnehmer:innen die Tools nun am besten in ihre Organisationen tragen können, gibt Tassilo einen wichtigen Hinweis: „Das kulturelle Setup in der Organisation ist wichtig und vor allem der Anfang und das richtige Motivieren der Kolleg:inn:en ist notwendig. Es muss nicht direkt alles perfekt sein, sondern es soll ein Anfang geschaffen werden, im Idealfall mit einem oder mehreren Tools, sodass schnell kleiner Erfolge geschaffen werden können.“, so der Innovationsberater von launchlabs Berlin.